Traum und Trance
Ich möchte Euch gerne einen etwas intensiveren Zugang zu spirituellen Themen, vor allem zu Traum- und Trance-/Atemerfahrungen ermöglichen. Dazu werde ich an dieser Stelle einige meiner eigenen Erfahrungen mit diesen und anderen Themen aus dem Bereich der Spiritualität veröffentlichen.
Es lohnt sich also, hier vorbei zu schauen. Viel Spaß!
20.05.2011
An dieser Stelle ein wissenschaftlicher Nachweis der Fähigkeit zum Klarträumen. Klares oder luzides Träumen ist keine Einbildung, sondern seit langem in der Psychologie anerkannt und als Therapieform genutzt (z.B. gegen Alpträume bei Kindern).
Das Bild, das Ihr unten seht, ist ein EEG meiner Hirnströme während des Schlafes. Die Aufnahme erstand, als ich letztes Jahr an einer Studie im Schlaflabor der Uni Heidelberg teilnahm. Dabei sollten wir erst im Traum klar werden (also bemerken, dass wir träumen und damit in den luziden Traum übergehen), und dann eine Aufgabe durchführen. Und im EEG ist klar ersichtlich, wie das bei mir ablief:
Besonders interessieren uns hier die Bewegungen der Augenmuskulatur, als rote Linien zu sehen. Aus den leichten Hin- und Herbewegungen des REM-Schlafes gebe ich zuerst ein klares Signal mit den Augen, um dem Versuchsleiter mitzuteilen, dass ich im Klartraum bin. Das ist die Stelle im EEG, unter der “1. LRLR” steht, was “1. Links-Rechts-Links-Rechts-Augensignal” bedeutet.
Mit dem zweiten LRLR-Augensignal zeige ich an, dass ich mit der Aufgabe beginnen möchte. Die Zeit, die ich gebraucht habe, um die Aufgabe durchzuführen, ist als gelbe Zone gekennzeichnet. Danach zeige ich durch ein drittes Augensignal an, dass ich mit der Durchführung fertig bin. So kann der Versuchsleiter genau die Zeit berechnen, die ich im Traum für die gegebene Aufgabe benötigt habe.

Es ist so gut wie unmöglich, aus einem Trübtraum heraus solche klaren Augensignale zu senden. Der gesamte Ablauf hat dem Versuchsleiter deutlich gezeigt, dass ich mich in einem Klartraum befunden habe. So konnte ich meinen Teil zum Gelingen der Studie (über die ich an dieser Stelle natürlich nichts weiter sagen darf) beitragen.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das wissenschaftliche Team, das meine Teilnahme ermöglicht hat. Es war mir eine Freude, etwas zur Förderung des Themas Klartraum begetragen zu haben.
- Und wenn Ihr jetzt mehr über Träume und Klarträume lernen wollt, schaut doch mal unter “Seminare – Schamanismus” nach, da findet Ihr zwei Workshops, die Euch dieser wunderbaren Ebene der Spiritualität und der Bewusstheit näher bringen.
30.06.2010
Wie angekündigt heute etwas Klartraum-Material von mir. Zur Erklärung: ein Klartraum ist ein Traum, in dem man weiß, dass man träumt. Somit kann man den Traum lenken und auf sehr intensive Weise mit seinem Unbewussten oder anderen Kräften in Kontakt sein (-> siehe Traumworkshops unter den schamanischen Seminaren). Dazu muss ich sagen, dass es sich als sehr schwierig heraus gestellt hat, einen privaten Traumbericht (hier ein Auszug aus einem Traum von 2008) für die “Öffentlichkeit” aufzuarbeiten – Ihr werdet es beim Lesen sicher bemerken:

Traum Nr. 1114 – Titel: Die Schlangen Perus
Themen: Flug und Traumkörper-Arbeit, Traumwelt, Schamanismus, Tiermotive, Reinkarnation, Leben und Tod, Freundschaft, Licht
Besonderheiten: Epische Flugsequenzen, die Blasen der Traumwelt, sich leiten lassen, Reise zur Urkultur, frühere Leben, Schlangenkraft, Durchsetzung, Kommunikation, das Leuchten zwischen Traum- und Wachwelt
Inhalt: Ich träume, dass ich irgendwo in Bochum bin und jetzt nach hause zurück muss durch ein sehr verwirrendes Stadt-Chaos, doch wo ist nur mein Auto geblieben, kann doch nicht sein, dass ich es irgendwo geparkt und vergessen habe, wo ich mich hier doch auskennen sollte, ich finde einen anderen Van, den ich statt meinem nutze, doch er fährt ohne Schlüssel, auch seine Bremsen funktionieren nicht, trotzdem schaffe ich es, vor ein paar älteren Herren mit einer Drehung einzuparken, aber wo ist bloß mein Auto? – Da fällt mir wieder ein, dass man vor allem in Träumen Dinge nicht findet, und zwar, weil man sie eben für die bisherige Traumszene nicht brauchte und deshalb auch nicht erträumt hat. – Aber ja, das hier muss ein Traum sein! Ein Hochgefühl durchströmt mich, ein Kribbeln durchfährt meinen Körper von Fuß bis Kopf, als würde ich wie ein Computer plötzlich auf das Programm Klarheit „hoch gefahren“, sofort überprüfe ich, ob ich auch wirklich fliegen kann; ich springe also hoch und fliege durch die ganze Stadt, das ist so real wie selten zuvor, die Luft, die Häuser, die Windströmungen… einfach herrlich, ich kann gar nicht genug davon bekommen und fliege und fliege, in Geraden und Kurven und Loopings, über Straßenzüge hinweg, durch Häuserschluchten hindurch und an Kirchtürmen vorbei… In einer anderen Szene innerhalb eines Hauses, in dem ich mit jüngeren Frauen zu tun habe, nehme ich mir mein Klartraum-Ziel wieder vor, mehr über den Stoff zu erfahren, aus dem die Träume gemacht sind, schon erscheinen vor mir blasenartige Gebilde im Traum, die sich auseinander ziehen und wieder stauchen, auch experimentiere ich mit dem Material, in dem ich mit Hilfe eines übergroßen Pustefix-ähnlichen Gerätes mehr Richtung Boden gerichtet große Doppelblasen produziere, die allerdings recht farblos aussehen…
Dann spüre ich jedoch, dass es mich fort zieht, als warte irgendwo ein wichtigeres Thema auf mich, und ich fliege aus dem Fenster und lasse mich einfach leiten und fort ziehen, schon bald bin ich über einem großen Hafen, und sehe unter mir in kilometerweiten Flächen die interessantesten Schiffe in See stechen, Hunderte von großen und kleinen Fahrzeugen, große Dampfer und Fährschiffe, kleinere und größere Frachter, auch sehr bizarre Fahrzeuge darunter, und je weiter ich auf See hinaus komme, desto öfter tauchen ganze Landteile unter mir auf, die zwischen den Schiffen ebenfalls den Hafen verlassen, manche klein, wie Bruchstücke oder Inseln, manche groß und mächtig, sie ziehen unter mir dahin in die Richtung, in die auch ich gezogen werde, wo geht es denn nur hin, frage ich mich, und erkenne, dass ich nach Südamerika gezogen werde… Dort werde ich zu einem Schamanen nach Peru und seinem Ritual für eine Gruppe von europäischen Reisenden und anderen Teilnehmern geleitet/geflogen, er ähnelt sehr einem Lehrer von mir, nur er kann meinen Traumkörper erahnen, die anderen mich aber nicht sehen; während der Zeremonie erhalte ich Erinnerungen aus früheren Leben, in der einen werde ich in einer südamerikanischen Umgebung als Tochter einer eher primitiven Kultur von einer Klapperschlange durchs Dickicht gejagt, in einer anderen Erinnerung bin ich als junge Adelige in der Zeit der Renaissance, ich finde das alles sehr interessant, doch die erste Erinnerung fasziniert mich am meisten, was bedeutet die Jagd mit der Schlange, frage ich deshalb, und erhalte die Antwort: „Die Schlange steht ist ein starkes Symbol für Heilung, steht hier in dieser Szene aber erst einmal für den Tod, sie zeigt den Schatten der Vergänglichkeit auf deinem Leben an.“ Und mir wird ein Bild gezeigt, bei dem ich ausgestreckt im Unterkiefer einer Riesenschlange liege, die Füße Richtung Schlund, der Oberkiefer der Schlange ist noch ein Stück zurück gezogen, so dass mein ganzer Oberkörper davon unbedeckt ist, und ich begreife, das ist der Tod, der auf mich wartet, die Hälfte meiner Zeit ist etwa schon um, und ich soll die restliche Zeit nutzen und leben! Ja, leben, statt die Zeit mit Routinen, Gedanken an unwichtige Dinge und Belanglosigkeiten zu verschwenden, wie wir Menschen es so gerne tun, und mir wegen Kleinigkeiten Sorgen zu machen. Nutze die Zeit und deine Energie, lautet die Botschaft… Dann spüre ich, wie die Heilkraft der Schlange mich durchfließt, in jede meiner Zellen eindringt und mir die Stärke gibt, mein Leben aktiv und in Resonanz mit allem zu gestalten. Ich fühle mich erfrischt und energetisiert, diese Begegnung hat mich sehr gestärkt und mir viel Kraft geschenkt.
Die nächsten Szenen spielen wieder in der Stadt und haben vor allem mit sozialen Interaktionen zu tun, mit Kommunikation und Freundschaft, auch das Flugelement kommt immer wieder vor. Dann folgen noch andere kleine Szenen, doch ich spüre, dass ich nicht mehr so klar bin wie am Anfang und Teile des Klartraums anfangen zu verblassen, also zwinge ich mich dazu, aufzuwachen und alles aufzuschreiben, und dann bin ich von sehr hellem Licht umgeben, das eine der Ebenen des Geistes darstellt, die ich noch durchschreiten muss, um zur Wachwelt zu gelangen…
28.05.2010
Ich beginne heute mit einer meiner wichtigsten Tranceerfahrungen. Sie stammt aus einer sehr intensiven, tiefgehenden Atemsitzung – einer heilsamen, wunderbaren Erfahrung, bei der ich verschiedene spirituelle Ebenen und Wesenheiten besuchen durfte.
Ob man solche Erfahrungen übrigens “nur” für Besuche innerer Welten hält, bleibt dabei natürlich jedem selbst überlassen!

Die Zeichnung zeigt, wie der Atemreisende (in diesem Falle ich, ganz unten liegend) dabei auf spirituelle Welten und Energien stößt (die dreieckigen Ausschnitte), die am Rande seiner Psyche, sichtbar werden, am selben Ort, an dem er auch in seine Träume einsteigen kann. Wir sollten jedoch darauf achten, wie wir diesen Erfahrungen begegnen, denn die Projektionen unseres Unbewussten verfälschen oft diese Eindrücke und geben ihnen ein eigenes Gesicht, durch das wir erst lernen müssen hindurch zu schauen, um die Wahrheit zu erkennen.
Nächstes Mal werde ich an dieser Stelle einen meiner Klarträume beschreiben.
Ich wünsche Euch eine gute Zeit!
Eure Julia Groß